Nach dem Test gleich selber angeschafft:
MF 10mm f/2.8 Mark II Ultra Weitwinkel-Vollformat-Fischaugenobjektiv für Z
Es begann mit einem Abendessen.
Im Sommer 2015 sassen eine Handvoll chinesischer Kamerafans gemeinsam am Tisch. Sie sprachen über ihre Leidenschaften: Einige hatten tiefes Wissen im Bereich optisches Design, andere kannten sich mit industrieller Fertigung aus – und einer war ein leidenschaftlicher Sammler von Leica-Objektiven. Doch am Ende waren sich alle einig: Wenn sie ihre Fähigkeiten bündelten, könnten sie gemeinsam hochwertige Kameraobjektive entwickeln. So wurde die Idee des 7Artisans-Projekts geboren.
Was folgte, war kein geradliniger Weg zum Erfolg, sondern ein zermürbender Prozess voller Rückschläge. Die frühe Phase war geprägt vom Testen von Prototypen, dem Aufspüren von Problemen, dem Verbessern von Designs und der Optimierung der Fertigung. Jedes Problem wurde als Chance verstanden, die eigenen Ideen weiterzuentwickeln – und völlig neue zu entwerfen.
Die Arbeit zog sich über Monate, dann über Jahre hin. Viele der anfänglichen Mitstreiter verloren die Geduld und zogen sich zurück. Als im September 2016 endlich 100 Serienproduktionseinheiten des ersten Objektivs – eines 50mm f/1.1 – fertiggestellt waren, waren von der ursprünglichen Gruppe nur noch sieben Mitglieder übrig geblieben. Zu Ehren dieser sieben Menschen, die von Anfang an an das Projekt geglaubt hatten und den Geist des Handwerks verkörperten, trägt das Unternehmen seither den Namen 7Artisans – auf Chinesisch: „Sieben Handwerker”.
Das Unternehmen ist offiziell bekannt als Shenzhen Seven Artisans Optoelectronics Company Ltd. und hat seinen Sitz in Shenzhen, der dynamischen südchinesischen Metropole direkt an der Grenze zu Hongkong.
Der Start war bescheiden, doch die Resonanz überraschte selbst die Gründer. Das 50mm f/1.1 für den Leica-M-Mount wurde zum Gesprächsthema in der Fotocommunity – nicht trotz, sondern wegen seines unverschämt günstigen Preises bei verblüffend guter Qualität. Fotojournalisten und erfahrene Tester schwärmten von der wunderschönen Bildqualität, dem seidigen Bokeh und dem hochwertigen Metallgehäuse – Eigenschaften, die man bei einem Objektiv dieser Preisklasse schlicht nicht erwartete.
Das Unternehmen verstand sich von Anfang an als Einheit aus Design, Entwicklung, Produktion und Fertigung, getragen vom Handwerkergeist der chinesischen Tradition. Mit Unterstützung namhafter optischer Designexperten wuchs das Sortiment schnell: Objektive wie das 25mm f/1.8, 35mm f/2.0, 50mm f/0.95 und 60mm f/2.8 folgten in rascher Folge.
Das Angebot deckte bald nahezu alle gängigen Kamerasysteme ab – von Sony E-Mount über Fujifilm X bis hin zu Micro Four Thirds. Charakteristisch war stets die Kombination aus All-Metall-Gehäuse, manuellen Fokus- und Blendenringen sowie lichtstarken Festbrennweiten – vom 7,5mm Fisheye bis hin zu Portraitobjektiven.
Der nächste grosse Schritt kam mit dem Einstieg in den Autofokus-Markt. Lange war 7Artisans ausschliesslich für manuell fokussierende Objektive bekannt. Doch der Druck der Konkurrenz – Hersteller wie Tamron, Laowa und Viltrox hatten bereits Autofokus-Objektive im Programm – zwang zur Weiterentwicklung.
Anfang 2026 präsentierte 7Artisans die neue „Lite”-Serie: drei kompakte APS-C-Autofokusobjektive mit f/1.8-Blende für Sony E- und Fujifilm X-Mount – erschwinglich, leicht und konsequent auf die Bedürfnisse von Einsteigern und Reisefotografen ausgerichtet. Und auf der CP+ 2026 in Japan zeigte das Unternehmen gleich zwei weitere Neuheiten: das federleichte AF 40mm f/2.5 für gerade einmal 159 US-Dollar sowie das noch kommende AF 135mm f/1.8 – ein anspruchsvolles Portraitobjektiv für Vollformat.
Was als Abendessen unter Freunden begann, ist heute ein global agierendes Unternehmen mit über 100 Mitarbeitenden, das beweist: Handwerk, Leidenschaft und der Mut, etablierte Giganten herauszufordern, können eine ganze Branche aufmischen.
https://www.7artisans-objektive.de
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