Vor wenigen Jahren waren KI-generierte Videos wacklige Kuriositäten. Heute entstehen Kurzfilme, die Preise gewinnen und Millionen Menschen erreichen. Die folgenden Filme zeigen, was heute möglich ist. Sie werfen auch eine Frage auf, die im Abspann selten vorkommt: Wie viel Energie steckt dahinter?
Ein Beispiel: Ein einziger fünfsekündiger Clip mit dem offenen Modell CogVideoX verbrauchte rund 950 Wattstunden, so viel wie eine Mikrowelle, die etwa eine Stunde läuft. Ein dreiminütiger Film besteht aus 36 solchen Clips. Das wären gut 34 Kilowattstunden, also anderthalb Tage Mikrowelle am Stück. Dabei ist nur das fertige Material gerechnet, nicht die vielen verworfenen Versuche.
Zur Einordnung der Zahl: Die Werte schwanken stark. Eine andere Messreihe kam für fünf Sekunden Video bei gängigen Modellen auf 57,5 bis 114,8 Wattstunden, etwa fünf Minuten Heissluftfritteuse. Auf drei Minuten Film hochgerechnet wären das zwei bis vier Kilowattstunden. Zudem veröffentlichen kommerzielle Videomodelle keine Zahlen und sind pro Clip vermutlich effizienter. Das Mikrowellen-Beispiel ist daher eine Grössenordnung für die obere Hälfte der Schätzungen und kein Messwert für die gezeigten Filme.